Versorgungswerke der Kammerberufe – privilegiert versorgt?

Wer einem Kammerberuf angehört, fühlt sich mit seinem Versorgungswerk privilegiert. 

Dem ist grundsätzlich zuzustimmen, da bspw. die Altersrente oft deutlich höher ausfällt als in der gesetzlichen Rentenversicherung und diese bezogen werden kann, obwohl man noch aktiv seine Kanzlei oder Praxis betreibt. 

Jedoch sinkt seit Jahren auch bei den berufsständischen Versorgungswerken das Leistungsniveau. Und wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung hat sich bei vielen Kammerversorgungen das Renteneintrittsalter erhöht. 

Zudem: Die Leistungen sind nicht garantiert und abhängig von den erwirtschafteten Zinsen am Kapitalmarkt. Das gilt umso mehr, als die Renditen nicht mehr sicher sind. 

Die Folgen können höhere Beiträge der Mitglieder oder eine Verringerung der Leistungen oder auch beides sein. 

Was mancher Kammerberufler auch nicht weiß, Änderungen in der Versorgung sind durch Mehrheitsbeschlüsse der Mitgliederversammlung leicht möglich.

Übrigens: Bei Berufsunfähigkeit zahlt das berufsständische Versorgungswerk nur, wenn die berufliche Tätigkeit komplett eingestellt wird. 

Die jährlichen Standmitteilungen geben also viel Raum für Interpretations-möglichkeiten. 

Von daher macht eine Analyse des jeweiligen Versorgungswerkes Sinn, weil Sie hilft, sich ein Bild von der Situation zu machen und ggf. rechtzeitig Ergänzungen vorzunehmen. 

„Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.“

John D. Rockefeller

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